Ein NUCA-Volontär berichtet


Die Geschichte einer Familie von großen und kleinen Volontären


„Seit mehr als 4 Jahren bin ich NUCA-Volontär; ich habe schüchtern angefangen und habe mich langsam entwickelt, und vom Anfang als neuer Volontär bis zur Teilnahme an allen Veranstaltungen und Kampagnen war es nur ein kleiner Schritt.
Ich gebe zu, dass die Kastrationsmarathons meine liebsten Aktionen sind. Es sind lange Tage von morgens bis spät abends, an denen wir jedes Tier genau, oft im Taschenlampenlicht, genau überwachen. Dort habe ich die intensivsten Gefühle durchlebt, verschiedenste, oft unserer Arbeit gegenüber überraschend aufgeschlossene oder auch hasserfüllte Menschen getroffen, geliebte Haustiere und dramatische Fälle, bei denen ich weinte, Lösungen gesucht und gefunden und Hoffnung bekommen…. Die Momente an der Seite meiner Kollegen von NUCA waren magisch, haben mir Sinn gegeben und mich erfüllt.

Der letzte Abend nach dem Kastrationsmarathon in Huedin brachte eine Überraschung: Ich wurde schwanger Mein Baby war also von der ersten Sekunde an ein NUCA-Kind
Die Schwangerschaft war schwierig und ich verbrachte viel Zeit im Bett… aber als Volontär habe ich weiter gearbeitet. Morgens wachte ich auf und sagte zu Margareta, dass wir loslegen müssen und Spenden/Mitgliedsbeiträge/2%-Formulare eintreiben müssen, und das Laptop an den Bauch gelehnt fing ich an…. Obwohl der Arzt eine Frühgeburt vorhersagte, hoffte, ich, dass ich nicht die gesamte Zeit der 2%-Kampagne versäumen und an jemand anderen übertragen müsste… denn die anderen sind alle auch voll beschäftigt mit ihren eigenen Aufgaben, bei NUCA findet man keinen einzigen Volontär, der auch nur mal Am Wochenende frei hätte, von urlaub keine Rede.
Kurz vor dem Kastrationsmarathon in Cojocna kam mein Kind zur Welt, und für mich und die anderen war es schon komisch, dort nicht mit dabei sein zu können. Zwischendurch wollte ich kurz vorbeifahren, um ihnen einen Besuch abzustatten, aber dort wird unter höchstem Zeitdruck gearbeitet, ohne Verschnaufpausen.

Eine Woche nach der Entlassung aus dem Krankenhaus bekam ich einen Anruf: Bei den Härtefällen aus Cojocna war ein Kätzchen, das auf den Kopf geschlagen worden war, neurologische Störungen hatte und nicht selbständig fraß. Es brauchte nach der Entlassung aus der Tierklinik gute Betreuung und musste alle 3 Std. gefüttert werden. Die Kolleginnen waren nervös, als sie mich anriefen, aber sicher: ich musste doch sowieso wegen Margareta alle paar Stunden wach werden, da konnte ich doch noch ein Kätzchen mit füttern!

Ich sage ganz ehrlich, „Mielu“ hat mich mehr gefordert als mein eigenes Baby, denn er konnte den Kopf nicht gerade halten, nicht richtig schlucken, und von dem, was ich ihm eingab landete mehr daneben, so dass ich lange brauchte, bis ich sicher war, dass er was im Magen hatte. Ich weinte vor Mitleid mit Mielu, und gleichzeitig freute ich mich, dass ich ein so gesundes Baby hatte, dass es mir ermöglichte, mich um ein armes, krankes Kätzchen zu kümmern---
Es sind 4 Monate vergangen, und ich bin glücklich, mit einem Haus voller Kinder und Tiere.
Mielu geht es gut, er frisst selber, wächst, sieht, und die neurologischen Störungen sind kaum noch zu merken.
Margareta ist bereits NUCA-Mitglied, denn sie begleitet mich bei allen Volontärstätigleiten, zum Tierarzt, um Hunde oder Katzen zu behandeln oder zu kastrieren, zu impfen; zu Hause lieben sie alle Katzen und buhlen um ihre Aufmerksamkeit; stets schläft ein felliger Wächter an unser Baby gekuschelt.

Meine großen Kinder, Clara und Sergiu sind schon fast 10 Jahre alt und sind genau so aufgewachsen… umgeben von der Liebe unserer Katzen… die meisten Erinnerungen haben sie mit DJ, der Oberkater der Familie mit sensationellem Vaterinstinkt. Sobald ein Kind weinte, war er zur Stelle und wollte das ungnädige Baby mit lautem Schnurren beruhigen. DJ ist letztes Jahr von uns gegangen… wir haben alle geweint… aber die Kinder erinnern sich immer an „ihren Bruder DJ“ und an alle gemeinsamen Abenteuer.

Neben meinem Freund und mir sind auch Sergiu und Clara NUCA-Volontäre aus eigener Initiative, das muss ich wohl nicht extra sagen…. An der Seite unseres Babys Margareta und unserer geliebten Katzen haben wir ein Haus voller Leben, Wärme, Licht und Liebe.“