FIV bei Katzen

 

Was wir über FIV bei Katzen wissen müssen


Wir möchten Ihnen heute drei unserer besonderen Kater vorstellen. Es sind Bob, Grisha und D´Artagnan, bei denen bei einem Routinetest festgestellt wurde, dass die FIV-positiv sind.


Was bedeutet dies für sie?

Zuerst einmal müssen wir sehen, was FIV eigentlich ist.


FIV oder das Feline Immundefizitvirus ist ein Virus, das das Immunsystem der Katze beeinträchtigen kann und sehr langsam aktiv wird, über mehrere Jahre hinweg. Bei der Infektion der Katze kann der Körper auf verschiedene Weise reagieren: Sie kann Träger werden, der nie erkrankt, oder sie kann erkranken und bekommt infolge dessen ein geschwächtes Immunsystem. Dies bedeutet, dass sie gegen normale Infektionskrankheiten nicht so gut ankämpfen kann wie eine gesunde Katze (Zahnfleischentzündungen, Erkältungen, Magen-Darminfekte etc. ).
Das Virus befindet sich im Speichel und im Blut der infizierten Katzen. Da es ein sehr empfindliches Virus ist, stirbt es außerhalb des Körpers sehr schnell ab (in einigen Sekunden), so dass die Übertragung auf andere Katzen nicht so einfach ist. Es wird praktisch durch tiefe Bisswunden übertragen, wenn das Virus aus dem Speichel einer infizierten Katze direkt in die Blutbahn der gebissenen Katze gelangt, oder in seltenen Fällen durch Bluttransfusionen, wenn der Spender zuvor nicht getestet wurde. Daher sind unkastrierte Katze am stärksten durch Ansteckung gefährdet, wenn sie bis aufs Blut um eine rollige Katze, ihr Revier oder eine Futterquelle kämpfen.
Das Virus wird NICHT zwischen Katzen übertragen, die denselben Futternapf, ein Bettchen, das Katzenklo teilen oder miteinander spielen oder sich gegenseitig putzen.
Was ist bei einer Katze mit FIV anders? In unserem Fall, die wir alle Katzen routinemäßig testen, bevor sie zur Vermittlung vorgestellt werden, kam das positive Testergebnis für alle als totale Überraschung. Es sind scheinbar absolut gesunde, verspielte, verfressene und muntere Katzen, die eigentlich nur einen zusätzlichen Vermerk im Impfpass bekommen. Natürlich wissen wir, dass dies nicht immer so bleiben wird, daher müssen wir sie besonders aufmerksam versorgen – einige Dinge, die vielleicht für die meisten Katzenhalter sowieso zur Tagesordnung gehören.


FIV-Katzen brauchen sehr hochwertiges Futter, sie müssen gut überwacht und bei den ersten Krankheitsanzeichen sofort zum Tierarzt gebracht werden. Sie sollten keinerlei Freigang bekommen und ein möglichst stressfreies Leben führen. Unbedingt müssen sie kastriert werden.
Mit Liebe, Aufmerksamkeit und Fürsorge können FIV-Katzen eine normale Lebensdauer erreichen, es gibt viele Fälle, in denen sie 15 Jahre und mehr gelebt haben und manchmal sogar ein längeres Leben hatten als nicht infizierte Katzen, mit denen sie zusammenlebten.


Viele Jahre lang war ein positives Testergebnis auf FIV ein Todesurteil. Dies, weil positiv getestete Katzen als nicht adoptabel galten und daher eingeschläfert wurden.
Seit aber immer mehr Untersuchungen über diese Krankheit angestellt werden, werden auch mehr und mehr die Mythen und falschen Annahmen widerlegt und die Fachwelt akzeptiert, dass Katzen mit FIV ein ganz normales Leben führen können und sogar mit gesunden Katzen zusammenleben können, ohne für diese eine Gefahr darzustellen. Alles hängt vom Charakter der Katze ab und wie die Vergesellschaftung abläuft, ohne auf Konflikte hinaus zulaufen.


Nun laden wir Sie ein, die Geschichten unserer Katzen zu lesen, die durch eine Fügung des Schicksals alle drei bei derselben Pflegestelle untergekommen sind.

 

 

Über die Bilder gelangen sie zu den Geschichten unserer Katzen

Bob

Grisha

D'Artagnan