Maya

auf Pflegestelle in 59329 Wadersloh

 

Rasse: Vermutlich Mioritic-Mix, auf jeden Fall ist Herdenschutzhund mit drin
Geschlecht: weiblich
Alter: geboren ca. 02/2015
Größe: 68 cm
Gewicht: 40 kg

kastriert: ja
gechippt: ja
geimpft: ja

Maya wurde im Alter von 10 Wochen in einem Industriegebiet in Cluj gefunden, wo sie täglich mehrmals sorglos die viel befahrene Straße überquerte. Ein Voluntär fand sie glücklicherweise und nahm sie mit. Mit 6 Monaten durfte sie dann nach Deutschland reisen. Leider wurde Maya ein Jahr später wegen Überforderung zurück an den Verein gegeben.

Auf ihrer Pflegestelle zeigte sie sich die erste Woche sehr überdreht, woraufhin man anfing mit ihr zu arbeiten: Unterordnung, Klickertraining und Suchspiele findet sie toll und macht auch gut mit, solange Leckerchen im Spiel sind. Ohne hält sie es nicht zwingend für notwendig, etwas zu tun, so dass hier Durchsetzungsvermögen und Konsequenz gefragt sind.

Maya bringt viele Wesenszüge eines Herdenschutzhundes mit:
Sie ist sehr wachsam und territorial veranlagt. Fremde Menschen, Hunde, andere Tiere werden erst einmal verbellt. Sie ist loyal ihren Menschen gegenüber und kommt gerne und viel schmusen. Fremden Menschen gegenüber ist sie anfangs skeptisch, möchte diesen, sofern sie nett zu ihr sind, dann auch gerne gefallen. Hier sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass sie es selber anbietet, sich anfassen zu lassen, denn wenn sie etwas nicht möchte (z.B. im Schlaf angefasst zu werden – auch von ihren Menschen, von der Tierärztin abgetastet zu werden etc.), reagiert sie mit Knurren und Schnappen.
Mit Artgenossen braucht sie eine recht lange Eingewöhnungszeit. In der Pflegestelle ist eine mittelgroße Hündin ihre Spielgefährtin, wobei sie hier auch schon mal aneinander rasseln, z.B. beim Anleinen im Flur. Maya benötigt ihre Individualdistanz, wird diese unterschritten, wird sie zickig. Außerdem verteidigt sie ihre Ressourcen, wie ihre Menschen und Futter und möchte überall die erste sein, daher sollte sie besser als Einzelhund gehalten werden.
In ihrem alten Zuhause hat sie wohl mit Katzen zusammen gelebt, leider kann man über ihre derzeitige Verträglichkeit aber nichts sagen. Leichter Jagdtrieb ist vorhanden.

Maya fährt gerne Auto, allerdings sollte man sie in einer Box mitnehmen, da sie auch hier anschlägt, wenn sich Fremde oder andere Tiere dem Auto nähern.

Maya ist extrem verfressen und nimmt draußen alles mögliche auf (es sei denn man hat Leckerchen in der Tasche). Wenn sie könnte, würde sie auch Teller leer räumen und den Müll plündern.

Wir suchen für Maya nun als Einzelhund oder mit einem souveränen Ersthund ein Zuhause ohne Kinder, bei aktiven Menschen, die sie weiter fördern und fordern. Es sollte ein gut eingezäunter Garten oder Hof vorhanden sein, wo sie ihrer Arbeit als Wachhund nachgehen darf und trotzdem vollen Familienanschluss bekommt.

Vermittelt wird sie über NUCA animal welfare Deutschland e.V.,

Kontakt direkt über die Pflegestelle in 59329 Wadersloh

 

Jean Grigutsch

02523-959446

jean@taraverne.de

 

Update

Maya hat eine Pflegestelle gefunden und ist heute nach 59329 Wadersloh gezogen

 

 

Update Maya 20.04.2017

 


Maya lebt nun seit 8 Monaten auf ihrer Pflegestelle. Sie hat sehr lange gebraucht, um sich einzuleben, hinzu kam, dass sie außerdem bei Einzug gerade läufig war und dadurch vermutlich auch besonders zickig. Mittlerweile ist ja nun kastriert und auch aus der pubertären Pöbelphase ist sie langsam heraus.
Ihre anfängliche Skepsis fremden Menschen gegenüber hat sie komplett abgelegt und freut sich mittlerweile über jeden, der hier rein kommt. Besucher werden von ihr regelrecht belagert und sie tut immer so, als ob sie nie geschmust wird. Trotzdem sollte man immer ein Auge drauf halten, dass sie sich nicht bedrängt fühlt, z.B. wenn man sie umarmt. Ihr Pflegefrauchen darf das und Maya legt sich abends auch immer öfter mit auf die Couch und schläft dort auch schon einmal ein. Wenn es ihr zu viel wird, brummt sie einmal kurz (als sie her kam, hat sie direkt geschnappt, das tut sie heute nicht mehr) und geht dann von alleine runter. Mittlerweile zieht sie sich auch immer öfter von alleine zurück.

 

Maya kennt alle wichtigen Grundkommandos, wie „Sitz“, „Platz“, „auf“ (Aufstehen), sie kann mittlerweile auch aus dem Platz ins Sitz, aus dem Platz ins „auf“ usw.
Sie hat Slalom durch die Beine gelernt, kann sich schämen, abwechselnd die Pfoten geben, je nachdem welche Hand man ihr reicht, sich drehen und gerade lernt sie den spanischen Schritt und „Häschen“. Außerdem liebt sie Leckerchensuchspiele und sie geht, nachdem sie ausgiebig schnüffeln durfte, auch passabel an der Leine.
Da man sie nicht von der Leine machen kann (Dann kommt das Straßenhunderbe durch, sie stellt dann auf stur und geht spazieren, dann interessieren sie auch keine Leckerchen mehr) lernt sie außerdem gerade sich an einer Schleppleine auszutoben, dann galoppiert sie wie ein Pferd an der Longe.
Während sie anfangs noch jedem Auto und jedem Fahrradfahrer hinterher gesprungen ist, interessiert sie das nun gar nicht mehr (es sei denn der/die Fahrradfahrer reden, das wird noch geübt). Allerdings zeigt sie sich in neuen Situationen recht unsicher, so werden neue Dinge, die sie unheimlich findet (oder die da eigentlich gar nicht hin gehören, wie z.B. ein Müllsack, der am Straßenrand einfach abgeladen wurde, das Pferd, welches sie das erste Mal auf der Weide sieht etc) angebellt. Gibt man ihr die Möglichkeit und die Sicherheit, sich damit in Ruhe auseinander zu setzen, werden neue Dinge schnell uninteressant.

 

Mit fremden Artgenossen draußen hat sie auch weiterhin ihre Probleme und pöbelt dann rum.
Mit den anderen Hunden der Pflegestelle kommt sie mittlerweile recht gut zurecht, nur muss sie hier regelmäßig ihre Grenzen aufgezeigt bekommen, da sonst alles (Menschen, Futter, Spielsachen) ihres wäre und sie immer wieder rumstänkern und die Grenzen austesten würde. Hier müssen ihre Menschen klare Regeln vorgeben und zur Not, wenn sie übertreibt, sie einfach aus dem Raum schicken. Gefüttert wird sie grundsätzlich separat. Leckerchen dürfen die Artgenossen aber mittlerweile auch haben, ohne dass sie dazwischen geht. Hier gilt außerdem die Regel, um so mehr ausgelastet sie wird, um so weniger stänkert sie mit den anderen herum, allerdings sind dominante Hunde nicht ihr Ding, genauso wenig, wie zu viel Druck.

 

Alles in allem hat Maya in den letzten 8 Monaten gezeigt, dass sie unbedingt arbeiten will und muss und das nicht nur körperlich, sondern auch mit dem Kopf. Ihre Menschen sollten Spaß an Tricks mit dem Hund haben und auch bereit sein ihr immer wieder neues beizubringen, ohne sie dabei unter Druck zu setzen. Der Spaß am Erlernen sollte hier einfach in Vordergrund stehen und nicht, dass die Übung perfekt ausgeführt wird.

 

Nichtsdestotrotz sollte man nicht vergessen, dass in ihr eine gehörige Portion Herdenschutzhund steckt und sie auch sehr wachsam ist.

 

Wir wünschen uns für Maya Hundeerfahrene, sportliche Menschen, die ihr vor allem genügend Zeit zur Eingewöhnung geben (denn ohne ihre Menschen die sie bisher hatte und in einer fremden Umgebung wird sie vermutlich erst einmal wieder sehr unsicher sein), sich viel mit ihr beschäftigen und einen eingezäunten Hof oder Grundstück haben, auf dem sie sich austoben und welches sie bewachen darf. Diese Menschen werden dann eine verschmuste, aktive, intelligente, wunderhübsche Hündin mit kleinen Macken bekommen.

 

Update 12.12.2017

 

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